OK Google - Bin ich bereit für Google for Jobs

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Screenshot Video Google I/O Session

27.03
am 27.03.182018-03-28
von


Dass Google und Facebook den Recruiting Markt aufmischen, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Nach und nach rollt der Internet - Gigant seine eigene Jobsuchmaschine, Google for Jobs, aus. Dabei will Google den Jobsuchenden bessere und genauere Suchergebnisse liefern und die Jobsuche transparenter und einfacher gestalten. Was bedeutet das für Personalberater und Recruiter in Unternehmen?

 

Was ist Google for Jobs und wie funktioniert es?

 

Seit Juni 2017 ist Google for Jobs in den USA live. Nach und nach wird Google for Jobs auf den Rest der Welt ausgerollt. Google bietet den Service zurzeit in Argentinien, Brasilien, Chile, Mexico an. Google for Jobs ist eine Suchfunktion, die Jobsuchenden das Finden von relevanten Stellanzeigen erheblich vereinfacht. Dabei greift Google for Jobs mit Algorithmen und Künstlicher Intelligenz (AI) auf Jobplattformen, Business-Netzwerke wie LinkedIn, Xing und auch auf Karriereseiten von Unternehmen zu. Google sortiert und organisiert die Daten, filtert Duplikate heraus, zeigt diese im Google Suchergebnis an und holt so den Bewerber auf die jeweilige Stellenanzeige. Wann genau Google for Jobs in Österreich verfügbar ist verrät Google nicht.

 

Dieses Video gibt einen kurzen Überblick zur Funktion von Google for Jobs

 

 

 

Screenshot: Google for Jobs Suchergebnisliste by Google

[Screenshot: Suchergebnisliste Google for Jobs] 

 

 

Google for Jobs - Jobdetailansicht

 [Screenshot: Jobanzeige Google for Jobs] 

 

Warum es wichtig ist, für Google for Jobs bereit zu sein.

 

Personalberater und Recruiter sollten Google for Jobs nicht unterschätzen. Die Art und Weise der Jobsuche hat sich in den letzten Jahren extrem gewandelt. So sind 30% aller Suchanfragen auf Google der Kategorie „Arbeitsverhältnis“ zuzuordnen. Damit ist Google ein wichtiger Ausgangspunkt, wenn es um die Jobsuche als auch Mitarbeitersuche geht. Und mit Google for Jobs wird der Prozess Job suchen, Job finden und für den Job bewerben dermaßen vereinfacht, dass es bald nicht mehr wegzudenken ist.

 

Daher ist es umso wichtiger, dass Stellenanzeigen online verfügbar gemacht werden und für Google optimiert sind. Je besser Jobanzeigen aufbereitet sind und die passenden Keywords beinhalten, umso wahrscheinlicher ist es, dass Google for Jobs die Stellenanzeige in den Suchergebnissen ausliefert und somit den passenden Bewerber erreicht.

 

 

Google als Gefahr für Recruiter und Personalberater?

 

Die HR-Branche und speziell das Recruiting unterliegen starken Trends.  Wie so oft geht es darum, neue Technologien und Entwicklungen zu verstehen und für Veränderungen vorbereitet zu sein. Wenn man Innovationen und Entwicklungen verschläft, läuft man natürlich Gefahr ins Hintertreffen zu geraten. So müssen sich Recruiter und Personalberater die Folgen einer nicht optimierten Karriereseite bzw. der eigenen Jobanzeigen bewusst sein. Stellenanzeigen, die nicht von Google for Jobs ausgelesen werden können, wird die Besucheranzahl und somit auch die Anzahl der Bewerbungseingänge sinken lassen.

 

 

Ist meine Karriereseite für Google for Jobs geeignet?

 

Um sicher zu sein, dass die eigenen Jobs auf Google for Jobs sichtbar werden, müssen die Hausaufgaben auf Seiten der Recruiter erledigt werden. So muss die eigene Karriereseite und die Stellenanzeigen für Google „ready“ gemacht werden. Dazu sollte die eigene Karriereseite und die ausgeschriebenen Stellenanzeigen so dargestellt und technisch aufbereitet sein, dass Google sie „scrapen“ (also auslesen) und anzeigen kann. Ist das nicht der Fall, wird Google die Jobs für Jobsuchende nicht darstellen können und somit auch nicht in Google for Jobs aufnehmen. Um herauszufinden wie gut die eigene Karriereseite und die Stellenanzeigen auf der eigenen Webseite für Google vorbereitet sind, kann mit dem unten stehenden Testtool einfach überprüft werden. Gegebenenfalls müssen danach Anpassungen vorgenommen werden, um für Google for Jobs die Daten so aufzubereiten, dass Google die Jobads „scrapen“ kann.

 

 

Screenshot- Testtool von Google

 

 

Das ist zu beachten, um für Google for Jobs ready zu sein.

 

Ist ein Jobanzeigen Schema implementiert?

 

Dieser Bereich betrifft den Programmiercode im Backend. Hier ist darauf zu achten, dass die Stellenanzeige so programmiert ist, dass Google sie aufgreifen kann. Um zu testen, wie die aktuellen Jobanzeigen aufbereitet sind, kann man dieses Test-Tool von Google verwenden.

 

Das Testtool zeigt nach der Auswertung in der rechten Box an, ob Warnungen und Fehler vorhanden sind. Bei Fehler besteht erster Handlungsbedarf, die in der Programmierung vorzunehmen sind.

 

Ist meine Jobanzeige aussagekräftig benannt?

 

Für Google ist es wichtig, die Suchergebnisse so genau und relevant wie möglich an seine Nutzer zu liefern. Google basiert auf einen standardisierten Schlagworte- alias Keyword System. Daher ist es entscheidend, dass die Stellentitel und Stellenanzeigen auch aussagekräftig und passend gewählt werden. Findige Recruiter, die ihre Stellenanzeigen mit Erweiterungen wie Superstar, Rockstar oder mit anderen kreativen aber nicht relevanten Ergänzungen ausstatten, werden ihre Jobanzeigen in der Relevanz negativ beeinflussen.

 

Eine klare Darstellung des Arbeitsortes ist entscheidend.

 

Ebenso wichtig wie ein klarer und aussagekräftiger Jobtitel ist die Nennung des Arbeitsortes. Personalberatungen haben dabei immer wieder Schwierigkeiten die Örtlichkeit genau zu benennen, um nicht zu stark auf ihre Auftraggeber schließen zu können. Für Google for Jobs wird daran kein Weg vorbeiführen. Google for Jobs fordert die Nennung des Arbeitsortes in der Stellenanzeige ein.

 

Finger weg von Sammelanzeigen.

 

Mehrere Jobs in einer Anzeige zu verstecken ist in der Online-Jobsuche einfach nur schlecht. Bei Printanzeigen hatte diese Darstellung seine Berechtigung. In der Online-Jobsuche sieht die Welt anders aus. Jeder Job muss daher einzeln aufbereitet und in eine separate Stellenanzeige gepackt werden. Andernfalls könnte Google sagen, dass die Jobanzeige in ihrer Relevanz so leidet, dass Google for Jobs die Darstellung ablehnt.

 

 

Fazit

 

Google for Jobs wird die Landschaft von Jobbörsen und die Jobsuche verändern. Nicht nur deswegen, weil die Jobs bereits direkt in der Google-Suchergebnisliste anzeigt werden und so noch näher am Jobsuchenden ist, sondern auch der Fakt, dass Google mit AI die Kandidatenseite besser kennenlernen wird. Google wird versuchen, den Nutzern immer passendere Jobanzeigen anzugzeigen. Diese Erkenntnisse werden auch die Art und Weise, wie wir Personalmarketing bisher gekannt haben, verändern.

 

Recruiter und Personalberater werden aus heutiger Sicht von Google for Jobs profitieren. Machen sie ihre Hausaufgaben im Personalmarketing und auf technischer Seite, wird dies für viele auch eine Alternative zu herkömmlichen Jobplattformen sein. Zudem könnte der Effekt eintreten, passendere Bewerber über die Google-Suche zu erreichen und so die Qualität der Bewerbungen zu erhöhen. Zudem ist zu erwarten, dass Google for Jobs, ähnlich wie bei Google AdWords, über Klick-Preise die Stellenanzeigen kostenpflichtig machen wird. Genauere Details dazu liegen uns dazu noch nicht vor.

 

Weiterführende Links für die technische Umsetzung der eigenen Karriereseiten für Google for Jobs finden Sie hier:

 

Machen Sie ihre Job Postings für die Google-Suche auffindbar

 

Leitfaden für die richtige Erstellung von Jobanzeigen für Google for Jobs

 

Gehaltsangaben in Jobanzeigen

 

Infos für Techniker von Google Webmaster Blog

 

Video zu Google for Jobs I/O Session

 

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