Personalberater Interview | Recruiting in Tirol

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25.03
am 25.03.19 2019-06-05
von     Recruiting


Im Jahr 2030 werden am Tiroler Arbeitsmarkt circa 15.000 ausgebildete Fachkräfte fehlen. Der derzeitige Fachkräftemangel wird sich somit verdreifachen. Interessant ist, dass das Problem in Ostösterreich weniger stark ausgeprägt ist als im Westen. Vor allem die Berufsfelder Hotellerie-Gastronomie, Elektrotechnik und weitere technische Berufe sind vom Mangel an Fachkräften stark betroffen. Das macht die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern in Tirol besonders schwierig.

 

Hinzu kommen noch regionale Unterschiede in Tirol, die den Mangel an Fachkräften verstärken. Arbeitgeber, die in ländlichen Regionen angesiedelt sind, haben enorme Schwierigkeiten, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Trotz verstärkter Maßnahmen sowie erhöhte Budgets für Recruiting und Employer-Branding, scheint der Mangel an verfügbaren Arbeitskräften, für viele Arbeitgeber in Tirol unlösbar. Wie prekär die Situation in Tirol wirklich ist und was Arbeitgeber in Tirol im Recruiting tun können, hat uns Mag. Hannes Klausner, Geschäftsführer bei impetus Personalberatung im Interview erzählt.

 

 

Hannes, wo und in welchen Bereich bist du mit impetus Personalberatung aktiv?

 

Wir haben unseren Sitz in Kitzbühel und sind von hier aus im gesamten Alpenraum aktiv, wobei wir unseren Fokus bewusst auf die ländlichen Regionen legen. Inhaltlich fokussieren wir uns auf die gezielte Besetzung offener Stellen im Bereich der Experten- und Führungspositionen. Unsere Kunden sind Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen, dadurch konnten wir viel branchenübergreifendes Know-How im Recruiting aufbauen, was wiederum sowohl unseren Kunden als auch den Kandidatinnen und Kandidaten zugutekommt.

 

 

Warum ist Tirol vom Fachkräftemangel so stark betroffen?

 

Einerseits ist natürlich in vielen Regionen Tirols der Tourismus stark ausgeprägt, eine Branche, die mit am stärksten vom Arbeitskräftemangel betroffen ist. Die Tourismusbranche hat nach wie vor mit Imageproblemen am Arbeitsmarkt zu kämpfen, wobei inzwischen vielen Betrieben bewusst ist, dass die Zukunft hier nur in einer modernen Arbeitsplatzgestaltung und begleitendem Employer Branding liegen kann.

 

Andererseits haben auch andere Branchen und Unternehmen Schwierigkeiten, ihre offenen Positionen zu besetzen, was aber durchaus auch für andere Bundesländer gilt. Generell beobachten wir, gerade bei jungen, hoch qualifizierten Experten und Akademikern die Tendenz, eher in größere Ballungsräume zu ziehen (bzw. dort zu bleiben), was die Situation für ländliche Regionen zusätzlich erschwert.

 

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Was sind die Unterschiede im Recruiting für ländliche und städtische Auftraggeber?

 

Tatsächlich beobachten wir immer wieder Unterschiede darin, worauf Kandidatinnen und Kandidaten bei potentiellen Arbeitgebern Wert legen. Im städtischen Bereich ist z.B. die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ein großes Thema, am Land spielt das kaum eine Rolle. Dafür wird im ländlichen Bereich z.B. häufig eine Hilfestellung bei der Wohnungssuche erwartet.

 

 

Wie können ländliche Arbeitgeber bei Fachkräften punkten?

 

Grundsätzlich wäre ich vorsichtig mit einer Message in der Art „komm zu uns, wir haben eine schöne Landschaft“, ich denke, gerade ländliche Arbeitgeber sollten sagen „komm zu uns, wir sind ein toller Arbeitgeber“.

 

Wir beobachten aber immer wieder, gerade bei der Besetzung von Senior- oder gehobenen Führungspositionen, dass die Bewerberinnen und Bewerber nach einer langen Zeit in einer Großstadt bewusst aufs Land übersiedeln möchten und sich – vermutlich zu Recht – dadurch eine Steigerung der Lebensqualität erhoffen.

 

Was gerade ländliche Arbeitgeber aber jedenfalls tun müssen, ist, sich professionell und strategisch mit dem Recruiting auseinanderzusetzen und aktiv auf potentielle Kandidatinnen und Kandidaten zuzugehen, da die Grundmenge dieser nun mal einfach niedriger ist als in einer Großstadt.

 

 

Warum sollten kleinere Unternehmen mit einer Personalberatung arbeiten? 

 

Kleinere Unternehmen schrecken häufig davor zurück, mehr Geld für das Recruiting zu budgetieren, als die Kosten für ein Inserat in der lokalen Zeitung. Dabei kann es gerade für diese Unternehmen existenzbedrohend sein, wichtige Positionen nicht oder – noch schlimmer – nicht mit den richtigen Personen zu besetzen. Dazu kommt, dass kleinere Unternehmen aus naheliegenden Gründen meist keine eigene Personalabteilung haben und somit wenig interne Ressourcen für ein professionelles und erfolgreiches Recruiting aufbringen können. Zumindest für einige wenige aber wichtige Schlüsselpositionen im Unternehmen halte ich daher die Beauftragung externer Spezialisten für den richtigen Weg.

 

 

Was braucht es, um die richtige Personalberatung zu finden?

 

Die Beauftragung einer Personalberatung ist für das Unternehmen immer mit einem großen Vertrauensvorschuss verbunden, es ist also sehr wichtig, einen solchen Partner sorgfältig auszuwählen. Neben einem umfassenden Vorgespräch, in dem man durchaus ein gewisses „Bauchgefühl“ zulassen darf, sollte man sich z.B. ansehen, in welchen Bereichen (fachlich und regional) die Personalberatung ihre Expertise hat und wie zufrieden bisherige Kunden sind. Gerade letzteres ist natürlich schwierig herauszufinden, daher bin ich persönlich froh, dass es die Plattform perdino.com gibt, auf der man sich ein umfassendes Bild von der Branche machen und auch überzeugende Kundenbewertungen auffinden kann.

 

 

Danke für die aufschlussreichen Einblicke zur Arbeitsmarktsituation in Tirol und impetus Personalberatung. Alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

 

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